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Pressemitteilung des Landkreises Hildesheim

Aktuelle Informationen aus dem Kreishaus; Stand: 12.03.2020

Coronavirus SARS-CoV-2 / COVID-19-Erkrankung

Landkreis Hildesheim

Landkreis Hildesheim
(lps/4). „Wir haben richtig gehandelt. Davon bin ich zutiefst überzeugt.“ So begrüßte Dr. Katharina Hüppe am Donnerstag ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum morgendlichen Briefing zur aktuellen Corona-Lage. Grund hierfür war der in verschiedenen Medien geäußerte Verdacht, ein Profi-Fußballspieler habe sich bei der jungen Frau mit dem Virus infiziert, die beim Landkreis Hildesheim als dritter laborbestätigter Fall geführt wird. Im Laufe des Tages wurde publik, dass auch ein weiteres Mitglied der Mannschaft infiziert ist. Dieser war jedoch nicht auf der Veranstaltung am Samstag in Hildesheim. Es ist daher naheliegender, dass sich beide Spieler z.B. während der vorangegangenen Mannschaftsfahrt infiziert haben.

Begründeten Verdachtsfälle, also diejenigen Personen mit einem intensiven mindestens 15-minütigen persönlichen Kontakt zu einem Infizierten oder nach einem Aufenthalt einem Risikogebiet, befinden sich in häuslicher Quarantäne und werden eng vom Gesundheitsamt begleitet. Auch für deren enge Kontaktpersonen wird durch das Gesundheitsamt für 14 Tage eine häusliche Quarantäne angeordnet; und sie werden getestet, sobald sie Krankheitssymptome haben.

Da der Corona-Virus nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen durch eine sogenannte Tröpfcheninfektion zum Beispiel beim Husten und Niesen übertragen wird, besteht für die Bevölkerung keine Gefahr durch die isolierten Erkrankten. Es muss sich also niemand sorgen, dass er sich auch mit dem Virus infiziert, nur weil sich in seiner Nachbarschaft jemand in häuslicher Quarantäne befindet. Anders als beim Masern-Virus, bei dem aus schon ausreicht, wenn ein Infizierter bis zu zwei Stunden vorher im gleichen Bus gefahren oder durch das gleiche Geschäft gegangen ist, geht man beim Corona-Virus davon aus, dass ein mindestens 15-minütiger intensiver Kontakt zu dem Erkrankten bestanden haben muss, um sich zu infizieren; außer man ist direkt angehustet oder angeniest worden. Schützen kann man sich am besten, indem man Abstand hält zu Menschen die husten oder niesen und sich regelmäßig für mindestens 20 sec. die Hände mit Wasser und Seife wäscht. Niesen und husten sollte man in die Armbeuge und einmal benutzte Einwegtaschentücher anschließend entsorgen und sich dann die Hände waschen. All diese Maßnahmen sind wichtig, um die Verbreitung sämtlicher durch Tröpfcheninfektion übertragener Infektionskrankheiten wie Grippe oder Corona-Virus zu vermindern.

In diesem Zusammenhang weist das Gesundheitsamt noch einmal darauf hin, dass alle, die den Verdacht haben, mit dem Corona-Virus infiziert zu sein, zuhause bleiben und sich zunächst telefonisch beraten lassen sollen. Auch die niedergelassenen Ärzte bieten zum Ende der regulären Sprechstunden gesonderte Termine für diesen Personenkreis an. Es ist daher unbedingt erforderlich, einen Untersuchungstermin vorher telefonisch zu vereinbaren.

Seit nunmehr zwei Wochen ist das Gesundheitsamt damit beschäftigt, besorgte Bürgerinnen und Bürger zu beraten und zu klären, ob es sich um einen begründeten Verdachtsfall handelt, bei dem dann die oben beschriebenen Maßnahmen ergriffen werden müssen. Dazu ist seit dem 2. März auch eine Telefonhotline geschaltet. Eine Ausweitung der Zeiten der Hotline ist nicht möglich. Mit einer steigenden Anzahl der Infizierten steigt auch die Zahl ihrer engen Kontaktpersonen an. Zu diesen Personen in häuslicher Quarantäne müssen die Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes täglich Kontakt halten, also auch an den Wochenenden. Die Teams im Gesundheitsamt, die sich um die Fälle kümmern, mussten in den letzten Tagen bereits personell aufgestockt werden. Zurzeit werden noch nicht zeitgleich alle Mitarbeiter des Gesundheitsamtes für diese Aufgaben eingesetzt, damit andere gesetzliche Aufgaben wie die Erstellung von amtsärztlichen Gutachten oder die Schuleingangsuntersuchungen noch durchgeführt werden können. Auch wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsamt über die Maßen engagiert sind und sich bereits viele Überstunden angehäuft haben, müssen auch sie die gesetzlichen Ruhezeiten einhalten. Zudem stehen noch zahlreiche andere Informationsquellen rund-um-die-Uhr zur Verfügung.

Auch Landrat Olaf Levonen ist sich sicher: „Wir können das Virus nicht aufhalten. Ziel ist es, die Infektionskette zu verlangsamen und so dafür zu sorgen, dass alle schwer erkrankten Personen auch adäquat medizinisch versorgt werden können.“ Dem stimmt die Leiterin seines Gesundheitsamtes uneingeschränkt zu. „Zum Glück sind die Krankheitsverläufe im Landkreis Hildesheim bisher nur leicht, keiner der Infizierten ist auf eine stationäre Behandlung angewiesen.“

Aktueller Stand der Infizierten / Fälle angeordneter häuslicher Quarantäne :   12.03.2020: 7 / 59

Stand heute 18:00 Uhr wurden durch das Gesundheitsamt weder Betriebe noch Schulen geschlossen.

Selbstverständlich informieren wir Sie auch zukünftig über jede aktuelle Entwicklung.

 

Nachstehend noch einmal zusammengefasst die wichtigsten Fragen incl. Antworten:

 

Wo können sich Bürgerinnen und Bürge, die den Verdacht haben, mit dem Corona-Virus infiziert zu sein, beraten lassen ?

Beim Gesundheitsamt: 05121 309 7777 (Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 16:00 Uhr und freitags bis 12:00 Uhr)

Beim Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung: 116 117 (ohne Vorwahl)

Coronavirus-Hotline des Landes: 0511 450 5555

 

Welche Veranstaltungen dürfen noch durchgeführt werden und welche nicht ?

Durch die niedersächsischen Gesundheitsämter sind seit dem 11.03.2020 Veranstaltungen mit mehr als 1.000 erwarteten Besuchern/Teilnehmern gem. § 28 Abs. 1 Satz 2 Infektionsschutzgesetz zu untersagen, so lautet eine Weisung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung vom selben Tag. Alternativ kommt (z.B. bei Sportveranstaltungen) eine Durchführung ohne Zuschauerbeteiligung in Betracht.

Veranstaltungen mit weniger als 1.000 erwarteten Besuchern/Teilnehmern werden - wie bisher auch schon - vom Gesundheitsamt, in der Regel gemeinsam mit dem Veranstalter, anhand der Handlungsempfehlungen des Robert Koch-Instituts auf ihre Durchführbarkeit geprüft. Für Freitag hat das Gesundheitsamt die Bürgermeister aller kreisangehörigen Städte und Gemeinden eingeladen, um mit Ihnen u.a. darüber zu sprechen.

Landrat Olaf Levonen hat für die Kreisverwaltung am Mittwoch alle Veranstaltungen mit 100 oder mehr erwarteten Besuchen generell abgesagt; für Veranstaltungen mit weniger erwarteten Teilnehmern findet eine Einzelfallprüfung statt. Für Veranstaltungen Dritter, die im Kreishaus stattfinden, liegt die Entscheidung für die Durchführung derzeit noch beim jeweiligen Veranstalter.

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